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Vor meiner Wahl zur Abgeordneten hatte ich im Außendienst jeden Tag mit einer Vielzahl von Menschen zu tun und arbeitete mit Ihnen an optimalen Lösungen für ihren Betrieb.

Lösungen sind auch das, was ich in meiner politischen Arbeit bisher immer finden wollte und finden will.

Als ich 2009 in die SPD eingetreten bin, tat ich das nicht primär, weil ich das Bundes-Parteiprogramm so interessant fand. Ich bin eingetreten, weil in meiner damaligen Gemeinde, südlich von Greifswald, tolle Genossinnen waren, die mich von den sozialdemokratischen Werten überzeugt haben.

Die Bereiche Landwirtschaft, Umwelt und der Ländliche Raum, bilden den Kern meiner politischen Arbeit. Als Agrarökonomin habe ich von Pieke auf gelernt, wie vielfältig Landwirtschaft ist und unter welchen besonderen Herausforderungen hier gearbeitet wird. Landwirtinnen und Landwirte sind nicht nur diejenigen, die täglich dafür sorgen, dass unsere Tische so reich gedeckt sind. Sie sind auch diejenigen, die durch Winterdienst, Flächenpflege oder Sponsoring einen erheblichen Beitrag in den Ländlichen Räumen leisten.

Die so genannten Ländlichen Räume sind es, die uns als Politikerinnen und Politiker in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vor besondere Herausforderungen stellen werden. Wir tragen Sorge dafür, dass wir nah bei den Menschen sind und Bedürfnisse wie die richtige Balance zwischen Familie, Berufsleben und Freizeit zu finden, aktiv unterstützen. Wir sind dafür verantwortlich, sei es auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, dass Mecklenburg-Vorpommern noch lebenswerter wird. Ich möchte gemeinsam mit den vielen engagierten Menschen vor Ort Sorge dafür tragen, dass wir wieder mehr vom 'Ich' zum 'Wir' kommen. Ein moderner Lebensstil und die Ruhe unserer Dörfer dürfen sich nicht ausschließen, sondern ganz im Gegenteil: eine starke Gemeinschaft vor Ort, eine gute Breitbandversorgung und weitläufige Dörfer machen das Thema Work-Life-Balance erst so richtig möglich.

Im Landtag setze ich mich neben agrarpolitischen Themen vor allem für eine stärkere Vernetzung im Ländlichen Raum ein. Gemeinden, EinwohnerInnen, landwirtschaftliche Betriebe, Unternehmen und Vereine bilden die Basis für ein gut funktionierendes Leben auf dem platten Land. Selbstverständlich müssen wir genau schauen, welche Bereiche auch in Zukunft noch finanziell unterstützt werden können und welche nicht. Straßenbau und -erhaltung ist da nur ein Teilbereich. Wir sollten aber auch schauen, wie wir die Menschen vor Ort mit ihren Erfahrungsschätzen zusammenbringen können. Unsere Dörfer sind es, die für mich meine Heimat, mein Mecklenburg-Vorpommern ausmachen.

Konkret heißt es für mich seit meinem Einzug in den Landtag:

  • eine standortgerechte, vielfältige Landwirtschaft halten und fördern --> neue Verpachtungsgrundsätze für Landesflächen --> Vorrang von Betrieben mit hoher Zahl von Beschäftigten und Wertschöpfung
  • regionale Wertschöpfungsketten verbessern --> z. B. vom Feld auf den Teller oder ins Restaurant --> Förderung von Regionalvermarktung über Wettbewerbe mit Hilfe von Geldern aus dem Strategiefonds ins Leben gerufen
  • kleine und mittelständische Unternehmen halten und die Generationenfolge sichern, Fachkräfte gewinnen und halten --> z.B. Kostenübernahme der Fahrkosten für Berufsschüler, hohe Qualität der Ausbildungen, Strärkung der dualen Ausbildung, Mindestausbildungsvergütung
  • erfolgreiche Wirtschaftszweige noch besser machen --> z.B. Ernährungs- und Gesundheitswirtschaft, IT- & Kreativwirtschaft, Handel und Logistik --> Breitabandausbau in ganz MV als Standortfaktor auf den Weg gebracht, Befreiung der Auszubildenden in Pflegeberufen von den Schulkosten
  • gleiche Löhne für gleiche Arbeit (Ost/West, Frauen/Männer), Tarif-Verträge stärken/einführen --> bei Aufträgen des Landes gilt ein Vergabemindestlohn deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn
  • komplette Beitragsfreiheit für die Eltern von Kindern in der Tagesbetreuung, Krippe, KiTa, Hort --> 2020 geschafft!
  • Ausbau der Förderung des barrierefreien/altergerechten (Um)Bauens --> Unterstützung von Wohnkonzepten, barrierearmer Bauweise und sozialem Wohnungsbau
  • Stärkung des Ehrenamtes und der kleinen Initiativen --> Unterstützung beim Generieren von Fördergeldern, starke Netzwerke für starke Vereine --> die Ehrenamtsstiftung ist der erste Schritt in die richtige Richtung --> Förderung zahlreicher Vereine und Initiativen in meinem Wahlkreis angeschoben/begleitet z.B. Dorfgemeinschaftsverein Viez, SV Warsow, FFW Strohkirchen, Redefin und Warsow, Tanzstudio Hagenow e.V., Rogahner SV, Hagenower SV, SV Pampow, Musikzug Wittenburg, Feriencamp des Freizeithauses "Sausewind"
  • Breitbandausbau vorantreiben --> die ersten Glasfaseranschlüsse in meinem Wahlkreis sind ans Netz gegangen, die anderen folgen bis Ende 2022